de Werven
Diese ersten Häuser in Almere gehören zu dem, was wir 'die neue Trivialität' nennen. Eine architektonische Bewegung, die kleinteilige und gemütliche...
Diese ersten Häuser in Almere gehören zu dem, was wir 'die neue Tristesse' nennen. Eine architektonische Bewegung, bei der kleine Dimensionen und Gemütlichkeit im Vordergrund standen. Kinder sollten sicher auf der Straße spielen können und eine Vielzahl von Menschen sollte zusammenleben können. Das Ergebnis war Het Woonerf, die ultimative Antwort auf die Forderung nach einem sicheren und abwechslungsreichen Lebensumfeld. Ein Innenhof mit viel Grün in der Mitte und Häusern rundherum, kinderfreundlich und mit genügend Platz für Autos. Es gibt keinen Durchgangsverkehr und die Dichte der Gebäude sorgt für einen automatischen Kontakt zwischen den Bewohnern. Van Stigt hat Gruppen von 20 bis 25 Häusern auf quadratischen Grundstücken mit abgeschrägten Ecken entworfen. An einer Stelle sind sie in Form eines Kleeblatts um einen Platz mit Bäumen angeordnet. Etwas weiter entfernt stehen die Höfe etwas losgelöster voneinander. Es wurden sechsundzwanzig Wohnungstypen realisiert. Stauräume, Loggien und Außentreppen sind überall unterschiedlich. Die Innentreppen, Küchen und Sanitäreinrichtungen sind jedoch immer die gleichen. So war es möglich, in Windeseile zu bauen. Schließlich brauchten die Menschen dringend Wohnraum. Wer heute, vierzig Jahre später, De Werven besucht, sieht ein gelungenes, abwechslungsreiches Viertel, in dem blaue Dächer und Türen einen schönen Kontrast zum gewachsenen Grün bilden.