2012 - Schweigemarsch aus Respekt

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Am Montag, den 3. Dezember, starb der Linienrichter Richard Nieuwenhuizen, nachdem er am Tag zuvor von einigen jugendlichen Spielern auf dem Fußballplatz misshandelt worden war. Dieses Ereignis schockierte die (Sport-)Welt und fand in den nationalen und internationalen Medien große Beachtung. Eine Woche nach dem tödlichen Übergriff, am Sonntag, den 9. Dezember, wurde in Almere ein Schweigemarsch für den verstorbenen Linienrichter organisiert. Dieser Schweigemarsch zog - trotz Kälte und Regen - rund 12.000 Teilnehmer an. Auch viele Kinder liefen mit, ob in weiß-blauen Trikots oder nicht - den Farben des Fußballvereins SC Buitenboys, bei dem Nieuwenhuizen als Freiwilliger aktiv war.

Vor dem Marsch richtete unter anderem Richards Sohn Alain Nieuwenhuizen das Wort an die Menge: "Lieber Papa, du hast deine Leidenschaft auf dem Fußballplatz aufblitzen lassen. Es gab eine Sache, gegen die du warst, und das war eine große Klappe. Ganz zu schweigen von sinnloser Gewalt. Wir werden dich vermissen, Daddy. Ruhe in Frieden. Und lass uns eines nicht vergessen: In den Niederlanden ist sinnlose Gewalt nie das letzte Wort.»

Der Schweigemarsch hat einen tiefen Eindruck hinterlassen. Auch laut Bürgermeisterin Annemarie Jorritsma-Lebbink: "Tausende von Einwohnern von Almere, jung und alt, zeigten im strömenden Regen ihre Anteilnahme. Mit ihrer Anwesenheit setzten sie ein deutliches Zeichen. Dies führte zu der Aktion 'Kein Fußball ohne Respekt': klare Regeln, die respektiert und propagiert werden müssen." Am 20. März 2013 folgte ein KNVB-Aktionsplan 'Gegen Gewalt, für Sportsgeist', um den Respekt auf und um Fußballplätze zu fördern.

Im Frühjahr 2012 eröffnete der Sportstadtrat René Peeters die neue Inline-Skating-Bahn der Almeerse SchaatsVereniging. Diese offizielle Eröffnung am 21. April war gleichzeitig der Auftakt zur Nationalen Sportwoche in Almere. Die Bahn befindet sich im Fanny Blankers-Koen Sportpark direkt neben dem Fußballstadion des Almere City FC. Der mittlere Bereich verfügt über eine 200 Meter lange Skeeler-Bahn mit Bowl-Kurven. Sportbegeisterte können hier auch Streethockey und Eishockey auf Inline-Skates spielen. Im Winter kann der Komplex geflutet werden, um ihn in eine natürliche Eisbahn zu verwandeln.

Im Sommer 2012 stießen zwei Jungen aus Almere, der 11-jährige Thijs und der 12-jährige Nick, beim Spielen im Freien auf einen Schädel in Almere Poort. Sie waren schockiert und riefen die Polizei. Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich um einen zweitausend Jahre alten Schädel aus der Römerzeit handelte. Dieser Fund erwies sich als besonders und einzigartig für das Verständnis der Vergangenheit von Almere. Bisher war man davon ausgegangen, dass in dem überschwemmten Gebiet, das heute Almere ist, in der Römerzeit keine Besiedlung möglich war.

Im Herbst 2012 erhielt Almere vom niederländischen Gartenbaurat die Nachricht, dass es die siebte Ausgabe der Floriade ausrichten darf. Der damalige Stadtrat für Raumordnung, Adri Duivesteijn, war bei der offiziellen Bekanntgabe am 24. September hocherfreut. Den Plänen zufolge soll Almere im Jahr 2022 ein völlig neues Viertel in der Nähe von Filmwijk und het Weerwater bekommen. Die Ideen des englischen Stadtplaners Ebenezer Howard fließen in dieses Floriade-Viertel ein, die grüne Version der Cité Idéale. Unter dem Motto 'Growing Green Cities' (Wachsende grüne Städte) entsteht der Prototyp eines grünen Stadtviertels für die Weltausstellung im Jahr 2022.

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